Der Vorfahr vom eBook…

Hoffentlich noch lange nicht Wirklichkeit: wenn man (technikbegeisterten) Kindern erklären muss, was Bücher sind… (Wir arbeiten jedenfalls noch immer mit echten Büchern!)

Ein Cartoon von Jeff Stahler aus dem Jahr 2010:

© Jeff Stahler

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Spiele-Tipp: Memory – das Brettspiel

Wer kennt nicht das Gedächtnisspiel „Memory“? Nun gibt es bei uns eine Brettspiel-Variante zu diesem Spieleklassiker, die die Konzentration enorm fördert.

Wie beim Original müssen Paare aufgedeckt werden. Hat man einige Paare gesammelt, kann man sie zurück auf das Spielbrett legen, um Punkte zu sammeln. Doch dabei müssen wichtige Regeln beachtet werden, denn die Karten haben verschiedene Hintergrundfarben, die nur an bestimmte Plätze auf dem Spielbrett passen. Pro Karte kann man so Baumstammteile erspielen, die den Baum, den jeder Spieler am Anfang des Spiels erhält, wachsen lässt. Allerdings gibt es hier unterschiedlich lange Baumstammteile – und diese auch noch in begrenzter Anzahl. Folglich muss man sich mit dem Zurücklegen beeilen.

Ein kurzweiliger Spielespaß für bis zu 4 Personen ab 7 Jahren, der es in sich hat. Denn: die farblich ähnlich aussehenden (Hintergrund-)Motive machen das Paare-Finden etwas schwieriger.

Kathryn Hughes: Wünsche, die uns tragen

Jake, der 5jährige Sohn von Beth und Michael, benötigt dringend eine Spenderniere. Seine Eltern kommen als Spender leider nicht in Frage, weshalb die Suche im weiteren Familienkreis erfolgen soll. Schlimm nur, dass beide Einzelkinder sind und eigentlich auch keine Großeltern mehr vorhanden sind.

Beth wuchs bei ihrer Mutter auf, und sie weiß leider nicht, wer ihr Vater war. Ihre Mutter hat immer ein Geheimnis um dessen Identität gemacht und von einem belanglosen One-Night-Stand gesprochen. Doch nun, nach dem Tod ihrer Mutter, begibt sich Beth auf die Spurensuche und stößt im Haus ihrer Mutter auf eine alte Blechkiste. Vergraben unter alten Fotos ihrer Mutter und aus ihrer eigenen Kindheit findet Beth darin einen Briefumschlag mit einem Zettel und einem Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1976. Adressiert an ihre Mutter. Was Beth von diesen Zetteln erfährt, stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf…

Ein ergreifender Familienroman, der auf zwei Zeitebenen die ganze Geschichte über Beth und ihre Herkunft erzählt. Gut integriert wird auch der traurig-dramatische Aspekt der Organspendersuche.

DVD-Tipp: Zu guter Letzt

Eine brillierende Shirley MacLaine, tolle Musik und eine stimmige Geschichte machen diesen Film zu einem wahren Erlebnis!

Zum Inhalt: Harriet Lauler (Shirley MacLaine) überlässt nichts dem Zufall. Einst eine erfolgreiche Geschäftsfrau, hat sie jeden Aspekt ihres Ruhestands bis ins letzte Detail geplant. Warum sollte es mit ihrem Nachruf anders sein? Die junge Journalistin Anne (Amanda Seyfried) soll ihn schon zu Harriets Lebzeiten verfassen, stößt aber schon bald auf ein gravierendes Problem: Niemand, wirklich niemand hat ein gutes Wort über Harriet zu sagen. Mit ihrer Kontrollsucht hat sie so ziemlich jeden vergrätzt, mit dem sie es je zu tun hatte. Wie soll da ein liebenswertes Porträt der zukünftig Verstorbenen entstehen? Die kratzbürstige alte Dame hat ein Einsehen und will auf ihre alten Tage die eigene Biografie noch einmal aktiv umschreiben. Dazu muss sie sich unter anderem mit ihrer Tochter (Anne Heche) versöhnen, die sie seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat. So unternehmen Harriet und Anne eine Reise, die alles verändern soll … (Quelle: http://www.tobis.de)

Mont/Krämer: Hier geht’s lang! Ein echtes Muthörnchen findet immer seinen Weg.

Nach einem wilden Sturm ist der Kobel Eichhörnchen Rina weggeflogen. Hoch oben im Baum steckt es nun – und Rina traut sich nicht so hoch. Ihre Freunde, Wildschwein Bobbi und Madleen, das Reh, sind Rina leider auch keine große Hilfe: Bobbi rät ihr davon ab, hochzuklettern, während Madleen meint, dass Rina so schnell wie möglich hochklettern sollte…

Rina entscheidet sich für den Mittelweg und klettert ganz langsam auf den Baum. Bloß welchen Ast soll sie nehmen, um den Kobel zu erreichen?  Als Rina endlich an ihrem Nest ankommt, rutscht dieses weg – und kullert davon, direkt hinein in ein Sonnenblumenfeld. Zu dritt suchen sich die Freunde einen Weg durch das Feld. Nur um am Ende mit anzusehen, wie Habicht Horst sich den Kobel schnappt und damit davon fliegt…

Ein Bilderbuch von Annelie Mont und Marina Krämer, das durch die eingefügten Labyrinthe zum Entdecken einlädt, eine liebevolle Geschichte über das Mutigsein und über Freundschaft.

Bücher-Domino

Wenn jemand perfekt ausgestattet für Bücher-Dominos ist, dann sind das natürlich die Bibliotheken. Hier gibt es nicht nur das passende Material, sondern auch die besten Wege zwischen den Regalen, um ein ausreichend langes Domino aufzubauen. Die Wellington City Libraries in Neuseeland haben in 2013 ein großartiges Bücher-Domino aufgebaut und deren Verlauf entsprechend veröffentlicht. Hier der Beitrag:

Abby Cooper: Wunderworte

Elyse wurde mit einer sehr seltenen Krankheit geboren. Seitdem sie auf der Welt ist, werden alle Worte, mit denen sie von anderen beschrieben wird, auf ihrem Körper abgebildet. Das kann sich angenehm anfühlen, wenn jemand etwas Nettes über sie sagt. Doch es kann äußerst schmerzhaft werden und jucken, wenn es sich um Schimpfwörter handelt.

Dann kommt das 6. Schuljahr. Elyse trägt nur noch langärmelige Shirts, damit niemand aus ihrer Klasse die Wörter auf ihren Armen sehen kann und sie nicht wie ein Freak aussieht. Doch mit dem 6. Schuljahr steht auch die große Exkursion an, was eine wahnsinnige Sache für alle Schüler ist. Denn einer von ihnen wird zum Junior-Reiseleiter für diese Exkursion gewählt, der dann zukünftig eine Berühmtheit innerhalb der Schule sein wird. Und Elyse würde zu gerne an der Wahl teilnehmen, allerdings fehlt ihr der Mut dafür. Bis sie einen blauen Zettel an ihrem Schließfach findet, in dem sie aufgefordert wird, an der Kandidatenwahl teilzunehmen. Sie weiß nicht, von wem der Zettel kommt, doch scheinbar glaubt jemand an sie, was ihr die Motivation gibt, sich für die Wahl aufstellen zu lassen.

Ein berührendes Kinderbuch für junge Leser ab 10 Jahren, das aufzeigt, wie wichtig die richtige Wortwahl ist, wie großartig es sein kann, sich seinen Ängsten zu stellen, die Hoffnung nicht aufzugeben und den Mut für Neues aufzubringen.