Einhorntag in Lauenburg

Falls die Lauenburger es noch nicht wussten: gestern war offizieller Einhorntag! Zumindest auf den 511 m² der Stadt- und Schulbücherei. Und jeder Besucher, ob klein, ob groß, staunte nicht schlecht, als er uns sah. Da wurde bereits vor Öffnung an die Scheiben der Bücherei geklopft, Daumen hoch-Zeichen gegeben oder herzlichst gelacht. Ob nun über uns oder mit uns… das war uns egal. Denn wir hatten einen rundum tollen Tag!

Begründet war die Verkleidung durch unseren Facebook-Aufruf. Sollten wir bis Mitte Mai die 800er Schallmauer an Gefällt mir knacken, so würde unsere Azubine einen Tag lang als Einhorn durch die Bücherei galoppieren. Keine wirklich schwierige Aufgabe, denn sie ist ein riesengroßer und bekennender Einhorn-Fan. Schwieriger war es hingegen, das gesamte Team verkleidet anzutreffen. Dafür hätten wir die 1.000 Daumen hoch auf Facebook schaffen müssen. Dies haben wir leider nicht gepackt, trotz diverser Aufrufe durch Freunde, Follower und uns Wohlgesonnenen.  Trotzdem wollten wir unsere Azubine nicht alleine darunter leiden lassen – und so haben sich alle zumindest ein wenig verkleidet! Verrückt, aber voller Elan und mit wahnsinnig viel Spaß!

Vermutlich werden wir irgendwann wieder einen solchen Tag einlegen, einfach, weil es unglaublich viel Spaß mit sich bringt, die Leute erstaunt gucken und wir tolle Rückmeldungen bekommen haben.

Valija Zinck: Penelop und der funkenrote Zauber

Die 10jährige Penelop hat schon immer mausgraue Haare und riecht ständig nach Feuer. Doch kurz nachdem ihre Mutter aufgrund eines Unfalls ins Krankenhaus muss, wacht Penelop eines Morgens auf und fühlt, das etwas anders ist: der Feuergeruch ist weg, und ihr Haar plötzlich funkenrot…

Ihre Oma, mit der Penelop und ihre Mutter seit dem Tod des Vaters zusammen im Drachenhaus wohnen, meint, dass wäre gar nicht so schlimm. Doch Penelops Mutter sieht das ganz anders. Heimlich versucht sie, ihrer Tochter eine Paste auf die Haare zu schmieren, als Penelop schon im Bett liegt. Allerdings merkt Penelop das und besteht darauf, dass die Haare so bleiben. Denn sie fühlt sich plötzlich so richtig wie sie selbst, als wäre sie jemand anderes gewesen mit den grauen Haaren. Aber die Sache mit ihren Haaren ist nicht das einzige Geheimnis, das ihre Mutter bislang vor ihr hatte: ihr Vater ist überhaupt nicht tot, sondern lebt und hat die Familie verlassen… Und die funkenroten Haare hat Penelop von ihm geerbt, genauso wie die ungewöhnlichen Kräfte, die sie plötzlich verspürt. Penelop ahnt, dass hinter diesen Geheimnissen und Kräften mehr stecken muss, als sie bislang vermutet. Deshalb macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater und kommt einer unglaublichen Verschwörung auf die Spur.

Eine spannende, funkensprühende Fantasygeschichte für junge Leser ab 10 Jahren.

Zu Besuch in…

… der SLUB. Oder, wie sie offiziell heißt: Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.

Hierbei handelt es sich um eine der größten wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. Rund 5,44 Millionen Bände stehen zur Verfügung, an über 2.300 Arbeitsplätzen kann recherchiert, gearbeitet und gelernt werden. Und das an 7 Tagen in der Woche. Kernstück der SLUB ist der zentrale Lesesaal, in dem man tatsächlich die sprichwörtliche Stecknadel fallen hören kann. Sehenswert ist die sogenannte Bibosphäre, eine Ruhe- und Entspannungszone, in die sich die Studenten zurückziehen können.

Anna Ruhe: Mount Caravan

Von einer Schule in die andere abgeschoben zu werden… das ist das Leben von Problemkind Jake. Seine letzte Chance wird von einem zum anderen Tag Mount Caravan. Eine Schule, die als Internat für Schwererziehbare gilt.

Als das Taxi, das Jake zu seiner neuen Schule fährt, mitten in einem Wald hält und ihn aussteigen lässt, kann Jake es erst nicht glauebn. Doch dann taucht ein Mädchen auf, das ihn mitnimmt. Mit zu einer Wohnwagensiedlung, die sich als Jakes neue Schule herausstellt. Hier soll er also wohnen und lernen!? Nach seiner ersten Nacht erfährt Jake endlich mehr über Mount Caravan: es handelt sich um eine etwas ungewöhnliche Schule, in der Kinder mit besonderen Fähigkeiten unterrichtet werden. Und zu Jakes neuen Schulfächern gehören plötzlich „Gizmologie“ und „Illusion“, ganz zu schweigen von „Irre Höhen für Anfänger“. Doch das alles ist nichts im Vergleich zu dem geheimnisvollen Buch, dem Skriptum Futurum, in dem sich Vergangenheit und Zukunft lesen lassen – sofern man zu denjenigen gehört, die dies überhaupt können. Und Jake ist ein solcher Mensch, er kann die Wörter im Skriptum Futurum lesen und sogar weit in die Zukunft sehen, etwas, was bislang nur die wenigsten können! Allerdings bringt ihn diese Fähigkeit auch in Gefahr, denn jemand hat es auf das Buch abgesehen… Gut nur, dass Jake bereits zwei gute Freunde gefunden hat: Ava und Finlay.

Eine spannende Abenteuer-Fantasy-Geschichte für junge Leser ab 10 Jahren, die man nicht mehr aus der Hand legen kann.

DVD-Tipp: Willkommen bei den Hartmanns

Unterhaltsam und nachdenklich stimmend: ein Film, der sich mit der Flüchtlingskrise auseinandersetzt und dabei mit einer gewissen Leichtigkeit alle Seiten auf die Schippe nimmt.

Zum Inhalt: Seit die Kinder aus dem Haus sind, ist Angelika Hartmann (Senta Berger) dringend auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Als sie eines Tages ein nahegelegenes Flüchtlingsheim besucht, beschließt sie, einem der dortigen Bewohner einen Platz in ihren eigenen vier Wänden anzubieten. Ihr Gatte Richard (Heiner Lauterbach) ist von dieser Idee alles andere als begeistert, trotzdem nimmt das Paar in der Ehekrise den Flüchtling Diallo (Eric Kabongo) bei sich auf. Doch dann verschlägt es erst die dauerstudierende Tochter Sofie (Palina Rojinski) auf der Flucht vor einem Verehrer nach Hause und schließlich steht auch der burnoutgefährdete Sohn Philipp (Florian David Fitz) samt Enkel Basti (Marinus Hohmann) vor der Tür: Das Chaos bei den Hartmanns ist perfekt… (Quelle: http://www.filmstarts.de)

Die Stufen eines Lesers!

Ein jeder eifriger Leser kennt dies bestimmt: Bücher entdecken, sich verlieben und damit identifizieren, aber auch den Frust, wenn man mal gar nichts zum Lesen hat bzw. findet. Und dann (Buchhändler und Bibliothekare werden dies bestätigen) dieses unbeschreibliche Gefühl, wenn man anderen Menschen Bücher empfiehlt und diese dann ebenfalls mit dem Buch-Virus infiziert werden.

Grant Snider hat diesen Weg in einem entsprechenden Cartoon festgehalten:

© Grant Snider / Incidental Comics

Beate Dölling: Ali und die vierzig Küsse

Eigentlich soll die 14jährige Clarissa lediglich die Pfandflaschen wegbringen und Milch einkaufen. Doch dann entdeckt sie im Mülleimer neben dem Automaten eine Glasflasche. Eine bauchige, silbern schimmernde Flasche mit einem Glaskorken, die sie irgendwie neugierig macht. So neugierig, dass Clarissa die Flasche aus dem Mülleimer holt und den Verschluss öffnet…

Unversehens sieht sich Clarissa einem jungen Typen gegenüber, der eine Weste und Pluderhosen trägt. Der zudem auch noch Ali Baba heißt und ihr dafür dankt, ihn von seinem langweiligen Flaschendasein erlöst zu haben. Völlig perplex bittet sie Ali, zum Beweis etwas zu zaubern – wodurch ziemliches Chaos im Laden ausbricht. Und so flieht Clarissa mitsamt der Flasche, in der Ali wieder steckt, zu sich nach Hause. Plötzlich ist das Mädchen Alis Meisterin und er erfüllt ihr jeden Wunsch, egal ob es ums Zimmer aufräumen, Hausaufgaben erledigen oder um Reisen durch die Welt geht. Clarissa fühlt sich geschmeichelt und geliebt, allerdings wird ihr Alis Zuneigung zunehmend lästig, denn der Dschinn beginnt von Heirat und Flitterwochen zu sprechen. Es passieren auch immer öfter peinliche Situationen, so dass Clarissa ihren Flaschengeist am liebsten loswerden würde. Aber bloß wie?

Eine Geschichte voller Situationskomik, gemixt mit erster Liebe und wundervollen Figuren verpasst hier den jungen Lesern tolle Lesestunden.