DVD-Tipp: A United Kingdom

Ein gelungener Film über die Liebe, die trotz aller Hürden von außerhalb – ob aus der eigenen Familie oder seitens der Politik – siegt. Zugleich ein schönes Plädoyer für die Gleichheit aller Menschen.

Zum Inhalt: Der Motswana Seretse Khama soll sich in den 1940er Jahren durch ein Jurastudium in London auf seine spätere Aufgabe vorbereiten. Dort lernt er bei einem Tanzabend Ruth Williams kennen, eine weiße Engländerin, die die Tochter eines Vertreters im Teehandel ist und als Sekretärin arbeitet. Schnell verlieben sich beide ineinander, beginnen eine Beziehung und beschließen zu heiraten. Ihre Verbindung wäre eigentlich kein Problem, wenn Khama irgendein Bürger seines Landes wäre. Allerdings ist er das angehende Oberhaupt der Bamangwato in Betschuanaland, das ein britisches Protektorat ist. Seine Hochzeitspläne erregen nicht nur die Gemüter der Regierung des britischen Empires und seiner Landsleute, sondern plötzlich erhält das afrikanische Land international große Aufmerksamkeit, denn die Beziehung entspricht nicht den gesellschaftlichen Standards jener Zeit. Auch die beiden Familien lehnen ihre Beziehung ab, und die britische Regierung befürchtet gar eine diplomatische Auseinandersetzung mit dem rassistischen Apartheidregime in Südafrika und den Verlust der vielen Bodenschätze des Landes. Als Khama die Engländerin im Jahr 1948 schließlich dennoch heiratet, ist der Skandal komplett, und die Liebesgeschichte der beiden stößt auf große Widerstände. Die britische Regierung versucht mit allerlei Tricks und Fallen die Liaison zu stören.

Dennoch reist das Paar nach Betschuanaland. Khamas Onkel, der bisher Statthalter des Königs war, ist dagegen, dass Khama unter diesen Umständen Oberhaupt des Volkes wird. Nach einer leidenschaftlichen Rede Khamas entscheidet sich die einberufene Versammlung der Einwohner jedoch für Khama und der Onkel zieht in eine andere Gegend. Mit der Zeit gewinnt Ruth einige Sympathie bei der Bevölkerung; auch die anfangs feindselig gestimmte Schwester Khamas unterstützt sie nun. Eines Tages wird Khama nach London beordert. Die schwangere Ruth bleibt in Afrika, da ihr Mann befürchtet, dass sie nicht mehr zurückgelassen wird. Stattdessen wird Khama in England eröffnet, dass er fünf Jahre lang nicht nach Betschuanaland darf. Mittlerweile bringt Ruth eine Tochter zur Welt. Khama wendet sich an die Öffentlichkeit und findet Fürsprecher in britischen Abgeordneten. Churchill verspricht im Wahlkampf, dass Khama im Falle seines Sieges wieder zurückkehren dürfe. Nach der Wahl hält er sich aber nicht daran; stattdessen soll Khama nun gar nicht mehr in sein Heimatland dürfen. Ruth harrt zwar noch längere Zeit in Afrika aus, kehrt dann aber nach London zurück. Da er von einem befreundeten Journalisten erfahren hat, dass in Betschuanaland Diamanten gefunden wurden, versucht Khama bei der britischen Regierung die Zusage zu erhalten, dass die Einheimischen die Schürfrechte für eventuell gefundene Bodenschätze bekommen, und ist damit erfolgreich. Schließlich darf Khama für eine Woche nach Betschuanaland reisen, um persönliche Angelegenheiten zu regeln. Er versöhnt sich mit seinem Onkel, verzichtet auf die Königswürde, damit er im Land bleiben kann, und plädiert dafür, es zu modernisieren und demokratisieren.

Im Abspann erfährt man, dass Khama der erste Ministerpräsident Botswanas wurde und Ruth sich in vielfältiger Weise für die Bevölkerung engagiert hat. Vor allem dank der Diamanten entwickelte sich das Land wirtschaftlich in überdurchschnittlicher Weise. (Quelle: http://www.wikipedia.de)

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Hollie Overton: Babydoll

Acht Jahre lang war Lily verschwunden. Gefangen in einer Hütte hat sie dort – bis auf ihren Entführer – keinen Kontakt zur Außenwelt gehabt. Acht Jahre in Angst und Schrecken, misshandelt, vergewaltigt und seit sechs Jahren Mutter einer Tochter: so sieht ihr junges Leben aus. Doch dann unterläuft ihrem Entführer ein Fehler – und Lily kann gemeinsam mit ihrer Tochter fliehen.

Nachdem Lily mit 16 Jahren verschwand, ist das Leben ihrer Eltern und ihrer Zwillingsschwester Abby nicht mehr so wie vorher. Abby glaubt fest daran, dass Lily noch lebt, doch die Angst um ihre Schwester erdrückt sie in all den Jahren. Sie rutscht ab, betäubt sich mit allem, was es gibt. Mittlerweile hat sie ihr Leben einigermaßen im Griff, ist zudem schwanger. Da taucht Lily wieder auf. Und Abby traut sich nicht, ihrer Schwester zu erklären, dass das Kind, welches sie erwartet, von Lilys ehemaligem Highschoolfreund ist. Schaffen die beiden es, ihre alte Vertrautheit wieder herzustellen? Eine weitere Bewährungsprobe für die Familie ergibt sich, als Lily die Polizei und ihre Familie zum Täter führt: ein Mann, der in der Stadt hochangesehen ist…

Eine packende Geschichte über eine unglaubliche Tat, die eine ganze Familie ins Unglück gestürzt hat und die sich nun gemeinsam wieder nach oben kämpfen muss. Ein enorm spannender Thriller, in dem der Täter versucht, noch aus dem Gefängnis heraus Einfluss auf sein Opfer zu nehmen.

Meredith Walters: Für uns macht das Universum Überstunden

Ellie hat die letzten Jahre im Jugendgefängnis gesessen, nachdem sie gemeinsam mit anderen Jugendlichen aus ihrer Clique ein Haus in Brand gesetzt hat. Während Ellie gefasst wurde, konnten die anderen beiden Täter entkommen. Nun ist Ellie zurück in ihrer alten Heimatstadt, arbeitet im Supermarkt – und würde gerne etwas aus ihrer Zukunft machen. Zwar hat sie ihren Schulabschluss im Gefängnis nachgeholt, doch ihrer alten Clique gegenüber möchte sie nicht zugeben, dass sie nun die Möglichkeit hat, am Community College Kurse zu besuchen. Und dann taucht ausgerechnet Flynn wieder auf…

Flynn, der Junge mit dem Asperger-Syndrom, derjenige, der in der Schule von allen gemobbt wurde. Auch und besonders von Ellie. Obwohl sie ihn doch eigentlich als Freund mochte – zumindest, wenn ihre anderen Freunde nicht dabei waren. Nun beginnt erneut ein Versteckspiel: auf der einen Seite ihre Clique, mit der Ellie so gar nichts mehr gemeinsam hat, auf der anderen Seite Flynn, dem sie sich zaghaft annähert. Denn irgendwie war und ist Ellie in Flynn verliebt. Trotz all seiner Marotten. Und ihm scheint es genauso zu gehen. Doch haben die beiden überhaupt eine Chance?

Eine bewegende Geschichte über zwei sehr unterschiedliche Charaktere, ein Jugendbuch voller Emotionen, über Wandlungen und Über-sich-hinauswachsen. Ein Roman, dem man eine Chance geben sollte!

Spiele-Tipp: Memory – das Brettspiel

Wer kennt nicht das Gedächtnisspiel „Memory“? Nun gibt es bei uns eine Brettspiel-Variante zu diesem Spieleklassiker, die die Konzentration enorm fördert.

Wie beim Original müssen Paare aufgedeckt werden. Hat man einige Paare gesammelt, kann man sie zurück auf das Spielbrett legen, um Punkte zu sammeln. Doch dabei müssen wichtige Regeln beachtet werden, denn die Karten haben verschiedene Hintergrundfarben, die nur an bestimmte Plätze auf dem Spielbrett passen. Pro Karte kann man so Baumstammteile erspielen, die den Baum, den jeder Spieler am Anfang des Spiels erhält, wachsen lässt. Allerdings gibt es hier unterschiedlich lange Baumstammteile – und diese auch noch in begrenzter Anzahl. Folglich muss man sich mit dem Zurücklegen beeilen.

Ein kurzweiliger Spielespaß für bis zu 4 Personen ab 7 Jahren, der es in sich hat. Denn: die farblich ähnlich aussehenden (Hintergrund-)Motive machen das Paare-Finden etwas schwieriger.

Kathryn Hughes: Wünsche, die uns tragen

Jake, der 5jährige Sohn von Beth und Michael, benötigt dringend eine Spenderniere. Seine Eltern kommen als Spender leider nicht in Frage, weshalb die Suche im weiteren Familienkreis erfolgen soll. Schlimm nur, dass beide Einzelkinder sind und eigentlich auch keine Großeltern mehr vorhanden sind.

Beth wuchs bei ihrer Mutter auf, und sie weiß leider nicht, wer ihr Vater war. Ihre Mutter hat immer ein Geheimnis um dessen Identität gemacht und von einem belanglosen One-Night-Stand gesprochen. Doch nun, nach dem Tod ihrer Mutter, begibt sich Beth auf die Spurensuche und stößt im Haus ihrer Mutter auf eine alte Blechkiste. Vergraben unter alten Fotos ihrer Mutter und aus ihrer eigenen Kindheit findet Beth darin einen Briefumschlag mit einem Zettel und einem Zeitungsausschnitt aus dem Jahr 1976. Adressiert an ihre Mutter. Was Beth von diesen Zetteln erfährt, stellt ihr ganzes Leben auf den Kopf…

Ein ergreifender Familienroman, der auf zwei Zeitebenen die ganze Geschichte über Beth und ihre Herkunft erzählt. Gut integriert wird auch der traurig-dramatische Aspekt der Organspendersuche.

DVD-Tipp: Zu guter Letzt

Eine brillierende Shirley MacLaine, tolle Musik und eine stimmige Geschichte machen diesen Film zu einem wahren Erlebnis!

Zum Inhalt: Harriet Lauler (Shirley MacLaine) überlässt nichts dem Zufall. Einst eine erfolgreiche Geschäftsfrau, hat sie jeden Aspekt ihres Ruhestands bis ins letzte Detail geplant. Warum sollte es mit ihrem Nachruf anders sein? Die junge Journalistin Anne (Amanda Seyfried) soll ihn schon zu Harriets Lebzeiten verfassen, stößt aber schon bald auf ein gravierendes Problem: Niemand, wirklich niemand hat ein gutes Wort über Harriet zu sagen. Mit ihrer Kontrollsucht hat sie so ziemlich jeden vergrätzt, mit dem sie es je zu tun hatte. Wie soll da ein liebenswertes Porträt der zukünftig Verstorbenen entstehen? Die kratzbürstige alte Dame hat ein Einsehen und will auf ihre alten Tage die eigene Biografie noch einmal aktiv umschreiben. Dazu muss sie sich unter anderem mit ihrer Tochter (Anne Heche) versöhnen, die sie seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat. So unternehmen Harriet und Anne eine Reise, die alles verändern soll … (Quelle: http://www.tobis.de)

Mont/Krämer: Hier geht’s lang! Ein echtes Muthörnchen findet immer seinen Weg.

Nach einem wilden Sturm ist der Kobel Eichhörnchen Rina weggeflogen. Hoch oben im Baum steckt es nun – und Rina traut sich nicht so hoch. Ihre Freunde, Wildschwein Bobbi und Madleen, das Reh, sind Rina leider auch keine große Hilfe: Bobbi rät ihr davon ab, hochzuklettern, während Madleen meint, dass Rina so schnell wie möglich hochklettern sollte…

Rina entscheidet sich für den Mittelweg und klettert ganz langsam auf den Baum. Bloß welchen Ast soll sie nehmen, um den Kobel zu erreichen?  Als Rina endlich an ihrem Nest ankommt, rutscht dieses weg – und kullert davon, direkt hinein in ein Sonnenblumenfeld. Zu dritt suchen sich die Freunde einen Weg durch das Feld. Nur um am Ende mit anzusehen, wie Habicht Horst sich den Kobel schnappt und damit davon fliegt…

Ein Bilderbuch von Annelie Mont und Marina Krämer, das durch die eingefügten Labyrinthe zum Entdecken einlädt, eine liebevolle Geschichte über das Mutigsein und über Freundschaft.