DVD-Tipp: Tanz ins Leben

Wenn das Leben plötzlich eine riesige Kehrtwende macht und nichts mehr ist wie vorher… Eine herrliche britische Komödie über das Älterwerden, über Neubeginn und das Glück im einzelnen. Mit großartigen Darstellern, die diesen Film leichtfüßig und mit Esprit sehenswert machen.

Zum Inhalt: Lady Sandra Abbot ist rundum zufrieden mit ihrem Leben. Doch als sie ihren Mann Mike nach 35 Ehejahren mit ihrer besten Freundin Pamela in einer Abstellkammer ertappt, verlässt sie ihn Hals über Kopf und zieht bei ihrer unkonventionellen, rebellischen Schwester Bif in London ein. Obwohl die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten und seit Jahren keinen Kontakt mehr hatten, zögert die temperamentvolle Bif nicht lange und versucht, ihre steife, versnobte Schwester aufzumuntern. Und einen therapeutischen Ansatz für diesen Neuanfang hat sie auch schnell parat – Sandra soll sich ihrer Tanzgruppe anschließen. Nach anfänglicher Skepsis findet Sandra beim Tanzen nicht nur zu sich selbst, sondern wagt auch in der Liebe wieder einen Neuanfang… (Quelle: Klappentext)

Amrhein/Straub: Der überraschende Weihnachtsbrief

Der kleine Waschbär Puck freut sich schon sehr auf Weihnachten. Dabei hat er nur einen einzigen Wunsch: er möchte ein einziges Mal auch einen eigenen Weihnachtsbrief bekommen. Doch alle Briefe, die bei ihm zuhause eintreffen, sind für seine Eltern…

Glücklicherweise hat Mama Waschbär Pucks Wunsch vernommen und bittet deshalb heimlich Onkel Schnurrbart, Puck einen Weihnachtsbrief zu schreiben. Dieser setzt sich auch sofort daran, den Brief an Puck zu schreiben. Allerdings macht er danach den Fehler, diesen Brief dem kleinen Zaunkönig anzuvertrauen, der ihn austragen soll. Denn der Zaunkönig ist eigentlich viel zu klein dafür. Und so dauert es auch nicht lange, bis er zu erschöpft zum Fliegen ist und den Brief zu Fuß weiterbringen muss. Ob Puck jemals seinen Brief erhalten wird und seinen größten Wunsch erfüllt bekommt?

Eine zauberhafte Bilderbuchgeschichte von Annette Amrhein mit ausdrucksstarken Bildern von Sabine Straub, die sicher jedes kleine und große Herz erfreuen wird.

DVD-Tipp: The founder

Eine unglaublich gute Darbietung von Michael Keaton, der diesem Film über den Beginn des McDonalds-Imperiums seinen Stempel aufdrückt, machen The founder zu einem großartigen Erlebnis!

Zum Inhalt: Ray Croc (Michael Keaton), Vertreter für Milchshake-Mixer, hat Anfang der 1950er Jahre nur äußerst mäßige Erfolge vorzuweisen. Trotzdem gibt der charismatische Vollblutverkäufer nicht auf und träumt den amerikanischen Traum. Als er zufällig von einem revolutionären Schnellrestaurant im kalifornischen San Bernardino hört, wittert er die Chance seines Lebens. Trotz anfänglichem Widerstand der Betreiber, der Brüder Mac (John Carroll Lynch) und Dick McDonald (Nick Offerman), gelingt es Ray durch Hartnäckigkeit und Raffinesse, die Franchise-Rechte zu erwerben. Doch bis daraus ein erfolgreiches Fast-Food-Imperium werden kann, muss Ray noch unzählige Hindernisse aus dem Weg räumen und unliebsame Entscheidungen treffen…

Die McDonald-Brüder und Ray Kroc repräsentieren zwei verschiedene Formen des Kapitalismus. Die McDonalds waren zwei idealistische Unternehmer, die eher in die Kategorie nachhaltiger Kapitalismus fallen. Sie wollten ein gutes Produkt herstellen und zufriedene Kunden und Mitarbeiter haben. Ray Kroc tickte anders: Hätte man ihn im Dschungel ausgesetzt, hätte er alle Bäume gefällt und wäre mit einem Koffer voller Geld wieder herausspaziert. Trotzdem ist Ray Kroc eine Figur, die man bewundern kann – ein Mann, der mit 52 immer noch über genügend Energie und Selbstvertrauen verfügte, um sein eigenes Imperium aufzubauen.

Ray Kroc war auf der Suche nach dem ganz großen Wurf. Als er die McDonald-Brüder traf, witterte er die Gelegenheit, Großes zu erreichen und all seine Zweifler eines Besseren zu belehren. Obwohl er sich bis dahin mit nichts sonderlich hervorgetan hatte, wartete er beharrlich darauf, irgendwann seine wahre Bestimmung zu finden.

Der Filmtitel THE FOUNDER ist als ironische Stellungnahme zu verstehen, denn Ray Kroc wird fälschlicherweise oft als Gründer von McDonald’s aufgeführt. Allerdings hat Ray weder McDonald’s gegründet, noch das „Speedee-System“ ausgedacht. Doch ohne ihn wäre McDonald’s nicht die weltweit verbreitete Schnellrestaurantkette, die sie heute ist. Ray Kroc plante in großem Stil. Und als er die Firma kaufte, machte er sich daran, die Firmengeschichte Stück für Stück so umzuschreiben, dass die McDonald-Brüder langsam daraus verschwanden.

THE FOUNDER ist nicht nur eine unterhaltsame Geschichte mit faszinierenden Figuren, sondern beleuchtet auch die menschliche Seite dieser weltweiten unternehmerischen Erfolgsgeschichte. (Quelle: thefounder-film.de)

Brittainy C. Cherry: Wie die Erde um die Sonne

Lucy liebt das Leben, sieht in allem das Positive und steht jedem Menschen bei: erst ihrer älteren Schwester Mari, als diese an Krebs erkrankt und von ihrem Mann verlassen wird. Und wenige Jahre später auch ihrem bis dahin unbekannten Schwager Graham, als der von Lucys ältester Schwester Lyric verlassen wird, nachdem deren Tochter Talon als Frühchen zur Welt gekommen ist und um ihr zartes Leben kämpft.

Allerdings will Graham diese Hilfe gar nicht. Er, der durch seine Kindheit negativ geprägt wurde, kann anfangs gar nichts mit Lucys strahlender, positiver Ausstrahlung anfangen. Doch Lucy lässt sich von Grahams schroffer Art nicht davon abhalten, für ihn und ihre kleine Nichte dazusein, wodurch Grahams kaltes Herz beginnt, aufzublühen. Er beginnt, sich in Lucys Gegenwart immer wohler zu fühlen, sie durchdringt seine Dunkelheit und lässt ihn wieder etwas fühlen. Etwas, das er für immer verloren glaubte. Etwas, das er mit Lyric nie empfunden hatte. Doch dann, an Talons erstem Geburtstag, taucht die Mutter seiner Tochter wieder auf und will ihre Familie zurück…

Wie auch schon die (unabhängig voneinander zu lesenden) Vorgängerbände ist auch diese Geschichte voller Emotionen, Höhen und Tiefen, Rückschläge und Hoffnungen. Ein Roman, der zu Herzen geht, und den man mit einem guten Gefühl schlussendlich aus der Hand legen kann.

Rüdiger Bertram: Retter der verlorenen Bücher

Emma, Maya und Oskar lieben Bücher über alles. Besonders die in der Bücherei von Frau Müller-Liebelein. Hier ist ihre Zuflucht vor den anderen Kindern, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Doch als die Bücherei an einem Dienstag geschlossen ist, obwohl sie doch nur montags zu sein soll, beschließen die drei Freunde, Frau Müller-Liebelein zuhause aufzusuchen. Was sie dort erfahren, ist das Schlimmste überhaupt: der Bürgermeister will ihre Zuflucht, ihre Bücherei, einfach schließen und Frau Müller-Liebelein in den Rathauskeller verbannen. Da muss doch irgendetwas geschehen? Doch zuerst einmal schenkt ihnen die Bibliothekarin ein Buch über Robin Hood als Dankeschön dafür, dass die drei ihr dabei geholfen haben, Bücher in den Keller zu schleppen.

Eigentlich kennen sie ja bereits die Geschichte von Robin Hood, aber diese Ausgabe ist eine ganz besondere: kaum beginnt Emma damit, die Geschichte laut vorzulesen, blitzt und donnert es und die Freunde finden sich plötzlich in einem Wald wieder, hoch oben baumelnd in einem Netz. Aus diesem werden sie glücklicherweise schnell befreit, jedoch von niemand anderem als Robin Hood, Will und Little John. Sind sie vielleicht irgendwie mit dem Buch ins Mittelater und in den Sherwood Forrest gereist? Doch dieser Robin Hood ist so ganz anders als der aus dem Buch. Was können die Freunde unternehmen, um Robin zu helfen? Und was müssen sie machen, um wieder zurück in die Gegenwart zu gelangen?

Eine unglaublich witzige und überraschende Geschichte für junge Leser ab 8 Jahren, zugleich der Auftaktband über drei junge Büchernerds, die auf ihrem Weg in ein großes Abenteuer über sich selbst hinauswachsen.

CD-Tipp: Imagine Dragons – Origins

Abwechslungsreich, vielschichtig, großartige Songtexte – das vierte Album von den Imagine Dragons sorgt für eine tolle Auszeit!

Zur CD: Schon jetzt sind sie die Rockband mit den meisten Streams im laufenden Jahr – dabei läuten sie erst gerade das nächste große Karrierekapitel ein: Die Grammy-Gewinner Imagine Dragons haben ihr viertes Studioalbum »Origins« angekündigt. Neben der aktuellen Single »Natural«, die fünf Wochen lang die Spitze der US-Alternative-Radiocharts belegt hat, auch den Song »Zero«, den Imagine Dragons ursprünglich zum Soundtrack des Disney-Films »Ralph reichts 2« (US-Titel: »Ralph Breaks The Internet«) beigesteuert haben.

Laut Imagine Dragons war »Origins« von Anfang an als Fortsetzung bzw. als eine Art »Partneralbum« zum »Evolve«-Vorgänger gedacht – denn sie wollten die Klangexperimente vom dritten Album unbedingt fortsetzen. »Es geht um die Suche nach neuen Klangregionen, auf jeden Fall, aber auch darum, die eigenen Wurzeln dabei nicht aus den Augen zu verlieren«, so Sänger Dan Reynolds, der wie gehabt von Wayne Sermon (Gitarre), Ben McKee (Bass) und Daniel Platzman (Schlagzeug) unterstützt wird. »Wenn wir loslegen und kreativ werden, dann gibt es für uns keinerlei Grenzen, keine Regeln. Wir finden es nun mal viel aufregender, Musik zu machen, die immer wieder anders ist… wir wollen uns selbst mit etwas Neuem überraschen.« (Quelle: http://www.jpc.de)

Dietl/Hansen: Ein Warzenschwein will küssen

Es war einmal ein Warzenschwein, welches unbedingt herausfinden wollte, wie das Küssen sich so anfühlt. Kaum war der Gedanke da, da ging es schon auf Suche nach dem passenden Kusspartner. Doch das sollte sich als schwere Aufgabe herausstellen…

Über mehrere Seiten hinweg versucht das Warzenschwein an Küsse heranzukommen, von der Spinne über die Biene bis hin zu einem Kieselstein. Doch die anderen Tiere weichen dem armen Warzenschwein aus, der Kiesel hingegen…

Eine zauberhafte Bilderbuchgeschichte von Erhard Dietl in Reimform, wunderbar illustriert von Christiane Hansen, die das Küssen und Liebhaben als Thema schon für Kleine gut thematisiert.