DVD-Tipp: Spotlight

SpotlightZu Recht mit dem Oscar für den Besten Film 2016 ausgezeichnet, wird hier der Kirchenskandal in Boston thematisiert, der Anfang der 2000er von dem vierköpfigen Investigativ-Redaktionsteam Spotlight des The Boston Globe aufgedeckt wurde.

Zum Inhalt: Die Tageszeitung The Boston Globe bekommt im Jahr 2001 mit dem Journalisten Marty Baron aus Miami einen neuen Chefredakteur. Dieser liest in einem kleinen Abschnitt der Zeitung über den pädophilen Priester John Geoghan und Kardinal Bernard Law, den Erzbischof von Boston, welcher von Geoghans sexuellem Missbrauch von Kindern wusste, jedoch nichts dagegen tat. Aufgrund der Vermutung, dass dieser einzelne Fall einen Hinweis auf ein ganzes System von Missbrauch geben könnte, drängt er sein hauseigenes Investigativ-Team Spotlight dazu, die Sache weiter zu erforschen.

Das nur vierköpfige Spotlight-Team beginnt, den sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche in Boston nach und nach aufzudecken. Es bringt in Erfahrung, dass das Erzbistum von den Taten gewusst und sie regelmäßig durch Versetzung des Täters vertuscht hatte, durch Geld das lebenslange Schweigen der Opfer erkauft und damit auch einen Gerichtsprozess vermieden hatte, und schließlich die gerichtlichen Akten hierzu aus dem Gerichtsarchiv hatte auslagern lassen. Über den Ex-Priester Richard Sipe erfährt das Team, dass ca. 6 % der Priester sich an Kindern vergehen, was in Boston an die 90 Priester ergibt. Nach einigen Tagen ausgiebiger Recherche ist eine Liste von 87 Priestern zusammengestellt, die mehrere Male nacheinander nach jeweils nur ein paar Jahren in eine andere Gemeinde versetzt worden waren. Das Team versucht nun, den Verdacht zu überprüfen, indem es mit den Opfern Kontakt aufnimmt. Opferanwalt Mitchell Garabedian erwirkt gegen den Einspruch der Kirche, dass dem Journalisten Michael Rezendes aus dem Spotligh-Team Dokumente aus einem der früheren Verfahren zur Verfügung gestellt werden müssen. Diese bestätigen, dass Kardinal Law persönlich über den Missbrauch informiert war und ihn wissentlich ignorierte.

Das alteingesessene Bostoner Establishment versucht auf vielfältige Weise, den Chef des Teams, Walter Robinson, von diesen Recherchen abzubringen. Dass auch er selbst an der langjährigen Verzögerung der Aufdeckung mitverantwortlich ist, wird kurz vor Abschluss der Recherchen klar. Lange zuvor war ihm eine Liste von 20 pädophilen Priestern zugeschickt worden, die ihm aber außer einer Notiz im Lokalteil keine weitere Recherche wert schien.

Der Artikel des Spotlight-Teams wird Anfang 2002 gedruckt und beinhaltet neben der Aufklärung der sexuellen Missbräuche und deren Vertuschung durch die römisch-katholische Kirche eine Telefonnummer, an welche die Leser sich wenden können. Am nächsten Morgen wird das Spotlight-Team von Anrufen weiterer Missbrauchsopfer geradezu überflutet.

Der Film endet mit einer knappen Information über die weltweiten Folgen des Bostoner Skandals und dem Hinweis, dass dem Boston Globe für die Veröffentlichung der Recherche 2003 der Pulitzer-Preis für Dienste an der Öffentlichkeit verliehen wurde. (Quelle: http://www.wikipedia.de)

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