Aus dem Leben zweier Praktikantinnen

Wenn man hört „Ich mache ein Praktikum in einer Bücherei“, hat man sofort das Szenario eines Menschen vor Augen, der mit einem Scanner bewaffnet hinter einem Tresen steht und freundlich lächelnden Kunden die Bücher bzw. Medien „abpiept“ , um ihnen weiter Bildung zu ermöglichen. Tja, das gehört zwar auch zu den Aufgaben eines Praktikanten in einer Bücherei, allerdings haben wir in unserem achttägigen Praktikantendasein relativ wenig damit zu tun gehabt.

Twilight-Ausstellung Bücherei LauenburgInsgesamt betrachtet ist die Arbeit in einer Bücherei doch viel vielfältiger, als man eigentlich denkt. Seit wir hier sind hat das Bild des mit dem Scanner bewaffneten Praktikanten arg unter der Realität leiden müssen. Wir haben morgens um 9 Uhr, zwei Stunden vor der Öffnungszeit, begonnen. Wir haben Bücher einsortiert, neue Zeitschriften und DVDs katalogisiert und für den Verleih fertig gemacht. Dann sind wir durch halb Lauenburg gelaufen, um ein Abo für die Zeitung Herzstück abzuschließen und nach einer neuen Jugendzeitschrift, die vielleicht ins Sortiment aufgenommen werden könnte, zu schauen. Also, wie man sieht, ist da noch mehr. Viel mehr.

Wir wurden gut vom Team der Bücherei unterstützt, die uns auch solche Aufgaben gaben, bei denen wir unsere Kreativität ausleben konnten, wie z.B. das Monatsregal neu zu gestalten. Wir haben uns für das absolut unbekannte und furchtbar spektakuläre Thema Twilight bzw. die Bis(s)-Reihe von Stephenie Meyer entschieden. Ebenfalls zu unseren Aufgaben gehörte es, hinter den Schulklassen aufzuräumen, die vor den Öffnungszeiten die Möglichkeit haben hier zu lesen. Wir haben die von ihnen benutzten Bücher eingesammelt – mehr oder weniger bewusst. Ein Fall am Mittwoch: Wir haben Bücher zurück in die Regale gestellt, als einige Schüler ihre Lektüre mit einem freundlichen „Danke“ auf unseren halb leeren Bücherwagen legten und wir dann von vorne beginnen konnten.

Wir hatten das Vergnügen dem Team der Bücherei zuzugucken, wie sie verzweifelt versucht haben ihre spezialisierten Tätigkeiten für Laien formuliert aufzuschreiben. Dies hat dazu geführt, dass die Stimmung in der Stadtbücherei Lauenburg um einiges ausgelassener war, als man das in einer Bibliothek, die ja theoretisch gesehen ein „Ort der Stille“ ist, gewöhnt ist. Durch das Einsortierten der Medien sind wir jetzt richtig fit im ABC aufsagen. Die Zeit in der Bücherei ist bald zuende, aber wir hätten auch kein Problem gehabt, wenn es noch zwei Wochen länger gewesen wäre.
(von Stefanie Meyer und Felicitas Pook)

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